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7. Dezember 2018
Sammelaktion - Es geht um Meer

RASTEDE Achtlos weggeworfener Plastikmüll ist zu einem großen Problem unserer Gesellschaft geworden. Schüler aus Rastede wollen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, welche Folgen der Plastikkonsum hat und welche Zusammenhänge es mit der Verschmutzung der Weltmeere gibt.

„Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, über den eigenen Plastikkonsum nachzudenken“, sagt Faja Eickhoff. Die 19-Jährige ist Schülerin des zwölften Jahrgangs an der Kooperativen Gesamtschule in Rastede und hat dort in diesem Schuljahr das Seminarfach „Machtpoker Weltmeere“ belegt.

Mit ihren 17-jährigen Mitschülern Rico Böhm und Tabea Girke leitet sie in dem Seminarfach das Projekt „Es geht um Meer!“, bei dem es darum geht, die Meere zu schützen und unter anderem den Plastikkonsum der Menschen zu reduzieren. Als erste größere Maßnahme ist für diesen Samstag eine Müllsammelaktion am Strand von Schillig geplant.

„Wir wollen damit zeigen, dass man etwas machen muss“, sagt Faja Eickhoff. Auf Schillig stießen die Schüler wegen des touristisch genutzten Strandes. „Wo es Tourismus gibt, ist Müll ein großes Problem“, sagt Rico Böhm.

Zusammen mit Seminarfachleiterin Denise Apel wollen rund 15 Schüler den Müll aufsammeln. „Wir wollen auch Bodenproben nehmen, um Mikroplastik nachzuweisen“, sagt Tabea Girke. Den aufgelesenen Müll wird die Gruppe erst einmal mit nach Hause nehmen. Er soll später aber noch einer Verwendung zugeführt werden.

„Wir planen eine Ausstellung in der Schule“, schildert Faja Eickhoff. Dort wollen die Schüler darüber aufklären, wie sehr die Fischbestände in unseren Meeren bedroht sind und welche Konsequenzen dies für den Planeten und unser Klima hat. „Wir wollen ein Bewusstsein für den Schutz der Meere schaffen, unser eigenes Verhalten überdenken und ändern, so dass wir aktiv zum Erhalt der Meere beitragen“, erklärt Faja Eickhoff.

Der in Schillig gesammelte Müll soll dann Teil der Ausstellung werden. „Wir wollen möglichst viel verbildlichen“, sagt Rico Böhm. Die Schüler überlegen deshalb auch, in einem Selbstexperiment eine Woche lang ihren Plastikmüll zu sammeln und mit auszustellen, um so zu veranschaulichen, wie viel Müll bei einer einzelnen Person anfällt. Die Ausstellung soll voraussichtlich ab Mitte oder Ende Januar im Forum der Kooperativen Gesamtschule gezeigt werden.

Die Schüler versuchen bereits nach Möglichkeit, mit gutem Beispiel voranzugehen. In seinem Elternhaus werde zum Beispiel darauf geachtet, keine Produkte zu kaufen, die in unnötig viel Plastik eingepackt sind, schildert Rico Böhm und fügt hinzu: „Wir nutzen auch keine Plastiktüten mehr.“

So verhält es sich auch bei Faja Eickhoff. „Wir kaufen keine Plastikflaschen mehr, nur Glasflaschen“, erzählt sie. Von selbst versteht sich, dass die Schülerin nicht einfach Müll achtlos auf den Boden wirft. „Ich habe von Kind an gelernt, dass alles, was wir wegwerfen, irgendwann im Meer landet“, berichtet sie.

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