FRIDAYS FOR FUTURE

Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation – die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts.
Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.

Fridays for Future: Das sind alle, die für unser Klima auf die Straße gehen.
Die Klimastreik-Bewegung ist international, überparteilich, autonom und dezentral organisiert. Mach mit und werde Teil unserer Bewegung!

Forderungspapier für Rastede
Fridays for Future Rastede

Die Klimakrise1 stellt die größte Bedrohung für die Menschheit im 21. Jahrhundert dar. Bis 2019 hat sich die Welt laut IPCC2 im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um circa ein Grad erwärmt und die Erwärmung schreitet weiter voran. Die Erderwärmung wird dramatische Auswirkungen mit sich bringen. Weltweit ist die Zukunft unserer und künftiger Generationen innerhalb des globalen Ökosystems aufgrund der existenziellen Bedrohung durch die Klimakrise gefährdet. Auch Rastede wird direkt bedroht sein, unter anderem durch den Anstieg des Meeresspiegels.

Mit dem Pariser Klimaabkommen3 hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um die Treibhausgasemissionen4 stark genug einzudämmen, dass das 1,5-Grad-Ziel eingehalten werden kann. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung hat bereits 2009 errechnet, wie viele CO2-Equivalente Deutschland noch ausstoßen darf. Demnach muss Deutschland bis spätestens 2035 die Klimaneutralität5 erreicht haben.

Trotzdem hält die Bundesregierung am Kohleausstieg bis 2038 fest. Zudem sind die Treibhausgasemissionen beispielsweise im Verkehr seit 1990 nicht mehr gesunken. Es gibt also keinen Zweifel, dass das Klimapaket der Bundesregierung nicht ausreichen wird, um das Pariser Klimaabkommen und das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten.

Darum fordern wir als Fridays for Future Rastede:

1. Der Gemeinderat erkennt offiziell den Klimawandel als Klimakrise an, die gravierende wirtschaftliche, ökologische und soziale Folgen mit sich bringen wird.

2. Der Gemeinderat korrigiert seine bisherigen Ziele aus dem Jahre 2007, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf den Stand der vorindustriellen Zeit zu reduzieren, sodass stattdessen die Klimaneutralität bis 2035 angestrebt wird.

3. Der Gemeinderat setzt sich über die Grenzen Rastedes hinaus aktiv auf überregionaler Ebene für konsequenten Klimaschutz ein.

Begründung:

Der Staat muss seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und nachfolgenden Generationen im Sinne von Artikel 20a im Grundgesetz und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gerecht werden.

Fridays for Future Rastede ist bewusst, dass es sich um ambitionierte Ziele handelt. Dass wir überhaupt an diesem Punkt stehen, ist jedoch dem politischen Versagen der letzten Jahrzehnte zu verdanken. Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar.

Wir fordern alle Parteien im Gemeinderat auf, sich mit den Forderungen auseinanderzusetzen.

 


Klimakrise1: Die nie dagewesene Herausforderung für die Menschheit durch den anthropogenen Klimawandel

IPCC2: Intergovernmental Panel on Climate Change, Weltklimarat.

Pariser Klimaabkommen3: Am 12. Dezember 2015 haben 196 Länder einen völkerrechtlich bindenden Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich verpflichten, den Klimawandel zu bremsen und die Folgen abzufedern

Treibhausgasemissionen4: Ausstoß von Gasen, die den Treibhauseffekt verstärken und so zur Erderwärmung führen (vor allem CO2, Methan und Lachgas)

Klimaneutralität5: Es wird nur die Menge Treibhausgase ausgestoßen, die an anderer Stelle wieder aufgenommen wird

 

rastede@fridaysforfuture.de

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